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Das Windel-ABC

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Artikelzusammenfassung

"Das Wickeln des Babys gehört genauso zu den Aufgaben der Eltern wie das Füttern"

Das Wickeln des Babys gehört genauso zu den Aufgaben der Eltern wie das Füttern und scheint manchmal eine nie endende Aufgabe zu sein. Mit dem nötigen Wissen und einigen grundlegenden Windeltipps werden Sie Ihr Baby problemlos trocken und zufrieden halten können.

In diesem Abschnitt finden Sie Folgendes:

  Die nackten Tatsachen

  Wie Sie Hautreizungen vermeiden können

  Windeln - ständig wieder feucht

  Grundlegendes zum Stuhlgang

Die nackten Tatsachen

Windeln haben zwei Aufgaben: Erstens Stuhl und Urin des Kindes aufzunehmen und zweitens die Haut des Kindes möglichst trocken zu halten. Dies schont die Haut Ihres Kindes, beugt dem Wundsein vor und Ihr Kind fühlt sich wohl. Bevor Sie loslegen, legen Sie das nötige Wickelzubehör bereit:

  eine saubere Windel

  Babycreme oder Wundschutzcreme

  einen weichen Waschlappen und ein kleines Becken mit warmem Wasser oder ein Feuchttuch

Nicht vergessen - Lassen Sie Ihr Baby nie unbeaufsichtigt auf dem Wickeltisch liegen. Auch Neugeborene können vom Tisch rollen und sich verletzen.

Entfernen Sie als Erstes die schmutzige Windel. Falls die Windel bloß nass ist, können Sie sofort eine neue Windel anlegen oder ggf. zuvor noch das Baby sanft mit einem Feuchttuch oder mit einem warmen Waschlappen reinigen. Klicken Sie hier , wenn Sie Tipps zur Pflege der Nabelschnurwunde lesen möchten.

Nach einem Stuhlgang säubern Sie den Babypo mit einem Feuchttuch oder einem warmen Waschlappen und tupfen dann den Po sanft trocken. Sie brauchen keine Seife zu verwenden, es sei denn, das Baby leidet an Durchfall oder der Po lässt sich mit Wasser allein nicht vollständig reinigen. Verwenden Sie wenn nötig eine milde Seife. Alle Seifenarten entziehen der Babyhaut wichtige natürliche Fette.

Tragen Sie als Nächstes Creme gegen Hautreizungen auf und wickeln Sie das Baby in eine saubere Windel.

Wenn Ihr Baby älter wird, wird es sich beim Wickeln stärker bewegen. Es kann dann hilfreich sein, wenn Sie einige seiner Lieblingsspielzeuge zur Ablenkung auf dem Wickeltisch haben.

Wickeltipps für Mädchen

  Säubern Sie den Windelbereich ihrer Tochter immer von vorne nach hinten zum Po, damit keine Darmbakterien in die Scheide gelangen.

Wickeltipps für Jungen

  Säubern Sie den Windelbereich von vorne nach hinten zum Po.

  Versuchen Sie nicht, die Vorhaut zur Reinigung herunter zu ziehen. Sie löst sich nach und nach von selbst und kann ungefähr im Alter von drei Jahren vollständig zurückgezogen werden.

  Erfahrene Mütter decken beim Wechseln der Windeln den Penis des Jungen mit der Windel oder einem Tuch ab, um zu vermeiden, dass sie unerwartet angepinkelt werden.

Wie Sie Hautreizungen vermeiden können

Babys, die Windeln tragen, sind auch für Hautreizungen anfällig. Wenn Sie im Windelbereich rote, über dem übrigen Hautniveau erhabene Flecken sehen, dann leidet Ihr Baby mit großer Wahrscheinlichkeit an einer der vielen verschiedenen Formen einer Hautreizung.

Wodurch entstehen diese? Es gibt mehrere mögliche Ursachen:

  Die Babyhaut wird zu viel Feuchtigkeit ausgesetzt

  Darmenzyme im Stuhlgang des Babys

  Ammoniak, der entsteht, wenn sich Stuhl und Urin vermischen

  Unelastische Windeln können Reibungen im Windelbereich verursachen.

  Einige Nahrungsmittel können zu Hautreizungen führen.

Glücklicherweise können Hautreizungen auf viele verschiedene Arten vermieden werden. Nachfolgend finden Sie die üblichsten Methoden:

  Wechseln Sie die Windeln oft.

  Verwenden Sie besonders saugfähige Höschenwindeln.

  Tragen Sie eine dünne Schicht einer zinkhaltigen Creme auf den Babypo, um die Haut zusätzlich vor Feuchtigkeit zu schützen. Es gibt Windeln, die über einen Streifen mit einer milden Pflegelotion verfügen und die damit einen feinen Schutzfilm gegen Nässe und Reizsubstanzen bilden. Lassen Sie Ihr Baby für eine gewisse Zeit jeden Tag ohne Windeln herumkrabbeln, damit die Haut atmen kann. Die Luft trocknet die Haut, und das Baby wird die "nackte Freiheit" genießen.

Wann wechseln Sie die Windeln am besten?

Als Eltern wissen Sie am besten, wann die Windeln Ihres Babys gewechselt werden müssen. Als Faustregel gilt, dass Sie bei Neugeborenen die Windeln sechs- bis zehnmal innerhalb von 24 Stunden nass sind. Das klingt nach viel Arbeit, bedenken Sie jedoch, dass viele nasse Windeln bedeuten, dass Ihr Baby genügend Nahrung zu sich nimmt und diese Nahrung normal verarbeitet. Wenn Sie Stoffwindeln verwenden, müssen Sie Ihr Baby öfter wickeln, da Stoffwindeln nicht so saugfähig sind wie Höschenwindeln.

Je größer Ihr Baby wird, desto seltener müssen Sie die Windeln wechseln; nämlich nachdem das Baby aufgewacht ist, kurz vor oder nach dem Füttern, nach seinen Nickerchen und bevor Sie Ihr Baby schlafen legen. Vergessen Sie nicht, dass Sie mit einer trockenen Windel Hautreizungen vermeiden können.

Windeln - ständig wieder feucht

Babys haben keinen "Urinierrhythmus". Neugeborene haben unausgereifte Blasenmuskeln und können daher den Urin nicht längere Zeit in der Blase halten. Säuglinge nässen ihre Windeln von einmal pro Stunde bis zu viermal pro Tag ein. All das ist in diesem Alter normal. Im Allgemeinen können Sie jedoch ungefähr sechs nasse Windeln pro Tag erwarten (vier bis sechs Höschenwindeln oder sechs bis acht Stoffwindeln).

In den ersten Tagen nach der Geburt wird die Farbe des Urins Ihres Babys sehr hell sein. Mit zunehmender Konzentration nimmt er allmählich einen dunkleren, gelben Farbton an. Es kann auch vorkommen, dass Sie in der Windel einen rosafarbenen Fleck finden. Das ist wahrscheinlich konzentrierter Urin, und solange Ihr Baby vier oder mehr Windeln pro Tag einnässt, brauchen Sie sich deswegen keine Sorgen zu machen. Wenn solche Flecken jedoch mehrere Tage hintereinander auftreten oder Sie Blut im Urin oder Stuhl finden, wenden Sie sich sofort an Ihren Kinderarzt.

Grundlegendes zum Stuhlgang

Der erste Stuhlgang Ihres Babys wird eine dicke, tiefgrüne oder schwarze Substanz sein, das sogenannte Mekonium oder Kindspech. Es befand sich schon vor der Geburt im Darm des Kindes. Sobald das Neugeborene diese Substanz ausgestoßen hat, wird die normale Verdauung beginnen und sein Stuhl wird weicher und heller werden.

Die Konsistenz und Farbe des Stuhls eines Neugeborenen hängt von seiner Nahrung ab. Gestillte Babys haben einen weichen, beinahe flüssigen Stuhl, der wie körniger Senf aussieht. Säuglinge, die künstliche Säuglingsnahrung zu sich nehmen, haben einen etwas festeren und hellbraunen oder gelben Stuhl. Bei älteren Kindern nimmt der Stuhl die Farbe und Konsistenz ihrer letzten Mahlzeit an.

Die Häufigkeit des Stuhlgangs ist bei jedem Kind anders. Einige Kinder haben nach jedem Füttern Stuhlgang. Vor allem gestillte Kinder haben manchmal nur einmal pro Woche Stuhlgang. Wenden Sie sich an Ihren Kinderarzt, wenn der Stuhl Ihres Babys hart oder sehr trocken ist oder wenn Sie Blut, Schleim oder Wasser im Stuhl finden.

Da der Stuhl von Neugeborenen schon normalerweise ziemlich flüssig ist, ist Durchfall schwer zu diagnostizieren. Sie kennen den "normalen" Stuhlgang Ihres Kindes am besten. Achten Sie darauf, ob die Häufigkeit des Stuhlgangs plötzlich zunimmt, ob der Stuhl außergewöhnlich flüssig ist oder ob er sonst von seinem normalen Muster abweicht.




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